Monatsarchiv für April 2010

 
 

Eloquenter Schreibstil

Solche Post von Behörden oder Unternehmen wünsche ich mir. Keine verquere Amtssprache, kein inhaltsleeres Marketinggeblubber, keine Verständigungsprobleme. Nur blanke Leere.

Bestätigung einer Abokündigung

Danke, IDG Business Leserservice.

[Peter]

Nicht nix. Nix.

Bekanntlich kann man als nichtswürdiger Erziehungsberechtigter nicht früh genug damit anfangen, Kinder an die Nickligkeiten des Nichtswesens heranzuführen. Ganz unterhaltsam gelingt das zum Beispiel mit „Verflixt – ein Nix“ von Kirsten Boie. Zwar geht es darin nicht um das Nix, sondern um den Nix, einen Seejungmann nämlich, aber das Wortspiel Nix / nix wird durchaus genüsslich ausgeschlachtet. Hübsches Sprachakrobatik-Training für die lieben Kleinen im Vorlese-/Erstlesealter, und wie sich das für gute Kinderbücher gehört, gibt es auch für die Großen über Nix was zu lachen.

[Paul]

Nichts zu feiern

Auf Facebook gibt es Nichts zu feiern.

facebook_nichts

[Peter]

Jüdischer Witz

Jom Kippur in der Synagoge. Der Kantor sendet ein persönliches Gebet gen Himmel:
„Lieber Gott, Herr über Himmel und Erde, ich bin ein Nichts, ein Nichts!“
Als er das hörte, sprach auch der Rabbiner ein ähnliches Gebet:
„Oh Herr, ich bin ein Nichts, noch weniger als ein Nichts.“
Eine dritte Stimme aus den hinteren Reihen erhob sich. Sie gehörte dem Schammes, dem Synagogendiener. Laut schrie er auf:
„Auch ich bin ein Nichts, oh Herr, ein Nichts!“
Darauf flüstert der Rabbiner naserümpfend zum Kantor:
„Schau mal, wer sich heutzutage schon für ein Nichts hält.“

[Paul]

[Quelle: ZEITmagazin Nr. 14 vom 31.3.2010. Danke an Stephan für den Hinweis]