Nichts zu trinken?

Gastgeber hassen es wie die Pest, wenn Gäste die Frage „Was möchtet ihr noch trinken?“ mit einem beleidigten „Nichts!“ beantworten und dabei seufzend ein virtuelles Lenkrad in den Händen drehen. Schließlich hat man nicht literweise diese grässlichen, in allen Farben schreienden Partymixgetränke gekauft, um danach jahrelang beim Tatort daran rumnippen zu müssen. Also denkt man wütend „Besauft euch jetzt endlich, ihr Schwachmaten und fahrt halt mit dem Taxi heim!“, sagt aber nichts, weil: man ist ja ein höflicher Mensch.

Nichts AquavitBetroffene, die diese Situation kennen und hassen, dürfen jetzt tief durchschnaufen, zuerst ungläubig blicken und dann in ein kicherndes Händereiben ausbrechen. Der nächste Lenkraddreher, der einem „Nichts“ entgegenwirft, kann jetzt ausgekontert werden. Mit Nichts.

Nichts ist ein Aquavit mit 39 Volumenprozenten, der von dem Bremer Unternehmen Grashoff-Delikatessen ersonnen wurde und alternativ nackt oder im formschönen Geschenkkarton angeboten wird. Das ist aber noch nicht alles. Denn Grashoff liefert auf Wunsch zusätzlich eine CD mit der Live-Aufnahme „Nothing in Concert„. Die Geschichte dieses Konzertes wird ausführlich in der ebenfalls beiliegenden Zeitung „Nichts Neues“ geschildert.

Peter: Sollten wir jemals unser Projekt beenden, sollten wir darauf mit Nichts anstoßen. Meinst du nicht auch?

[Paul]


 
 
 

11 Kommentare zu “Nichts zu trinken?”

  1. peter
    7. März 2008 um 20:24

    Wo hast du denn das schon wieder aufgetan? Dafür, dass du noch gar nicht so lange internet-affin bist, hast du schon einen ganz guten Riecher. Oder hast du wieder das Fräulein vom Amt bemüht?
    Und? Hast du Nichts bestellt? Probiert? CD gehört? Zeitung gelesen?
    Die Idee mit dem Anstoßen finde ich übrigens äußerst prima. Immerhin haben wir uns schon ziemlich lange nicht mehr gesehen.

  2. musetrix
    8. März 2008 um 04:53

    what does it tastes like?

  3. paul
    8. März 2008 um 19:26

    It’s made of caraway and herbs, but it tastes like … well … special.

  4. musetrix
    9. März 2008 um 11:06

    There’s no such drink in Japan. interesting.

  5. juf
    10. März 2008 um 08:25

    Und sollten einen die lieben Polizisten anhalten und fragen, ob man etwas getrunken hat, kann man guten Gewissen sagen: „Nichts!“ und dann in Schlangenlinien weiterfahren

  6. paul
    10. März 2008 um 08:50

    Vorausgesetzt, a. die Polizisten glauben Ihnen und b. kennen das oben beschriebene Getränk nicht. Haben Sie einschlägige Erfahrungen?

  7. juf
    10. März 2008 um 09:23

    ach, kommen Sie. Duzen Sie mich doch. Ne, lass`es doch lieber beim Sie. Aber ich duze, wenns recht ist. Polizisten glauben mir alles. Ich bin betrunken extrem überzeugend.

  8. peter
    10. März 2008 um 12:41

    Paul kennt sich (noch) nicht so mit den Gepflogenheiten in Bloggersdorf aus. Wir üben das. Zunächst ohne Alkohol. Kann ja nicht jeder Taubenvergrämer (ich habe mich informiert) oder Schnapsnase (weitläufige Vermutung) sein.

  9. juf
    10. März 2008 um 16:38

    ich darf mit etwas stolz sagen, dass ich auch schnapskinn-, -lippe und -stirn bin

  10. juf
    10. März 2008 um 16:38

    irgendwie bin ich mit den bindestrichen durcheinander geraten

  11. peter
    10. März 2008 um 17:23

    Macht nichts. Einfach einen Schnaps hinter den Bindestrich kippen.

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