Wir sind nichts.

Wenn ich manchem Kommentator glauben darf, gibt es uns wirklich.

Wenn ich Peter richtig verstehe, zweifelt er daran. Und hat gute Argumente dafür.

Wenn ich dem Dia-Blog glaube, dann gibt es Peter und mich gar nicht. Ich wurde erfunden als Figur in einem Buch und existiere nur im Denken und Handeln eines anderen, heiße er jetzt Eder oder Brenner. Selbst diese Zeilen schreibe ich nicht selber, sondern jemand anderes tut es für mich.

Diese Vorstellung ist zutiefst deprimierend und führt einen zu den letzten Winkeln von Philosophie und Religion

Auf der anderen Seite hat das Leben als literarische Figur auch Vorteile:
– Unangenehme Dinge können rückgängig gemacht werden.
– Man kann berühmte Leute treffen. Gerade eben zum Beispiel, hier im Internetcafé, habe ich Hans Meiser kennen gelernt, obwohl der schon seit 50 Jahren tot ist – nur weil mein Autor sich dies ausdachte. [Ok, eigentlich wollte ich weder diesen noch den anderen Hans Meiser kennenlernen. Aber das kann ja auch rückgängig gemacht werden:] Ich habe Hans Meiser gar nicht kennengelernt. Das habe ich nur geträumt. [Siehst Du?]
– Man kann selbst berühmt werden. Wie die Brüder Karamasow, Karl Rossmann oder Kara Ben Nemsi.
– Man ist unsterblich.
– Man kann fliegen.

Das Unangenehme daran ist natürlich, dass man all dies naturgemäß nicht selbst bestimmen kann. Gott [sic!] sei Dank entwickeln erdachte Figuren oftmals ein Eigenleben. Eine reizvolle Vorstellung. Und eine Herausforderung.

Aber letztlich ist es doch eine Glaubensfrage, die hier verhandelt wird: Gibt es meinen Schöpfer wirklich?

Ein Gottesbeweis wäre einfach.


 
 
 

23 Kommentare zu “Wir sind nichts.”

  1. uli
    20. Mai 2008 um 10:09

    Und wie sollte der aussehen?

  2. juf
    20. Mai 2008 um 10:17

    Wie? Kara Ben Nemsi gibt es nicht wirklich? Und Wim Thoelke?

  3. uli
    20. Mai 2008 um 11:04

    Die Helden Deiner Jugend?
    [schöner Bandname wäre das, btw]

  4. juf
    20. Mai 2008 um 12:05

    Habe übrigens auch eine Liste für Nichts beizutragen: 10 Songs, in denen nicht Nichts vorkommt:

    Candle in the wind
    It`s raining again
    Der Kommissar
    I bin a bayrisches Cowgirl
    Gestern war heute noch morgen
    Bauernball imHühnerstall
    Wenn der Mond die Sonne berührt
    Anita
    Michelle
    Klaus

    Kriege ich jetzt `nen Preis für die ironische Brechung?

  5. paul
    20. Mai 2008 um 12:18

    Was ist denn hier los?

  6. uli
    20. Mai 2008 um 12:19

    Juf – geh aus der Leitung! Hier wird’s grad moral-philosophisch. Das ist nichts für dich!

  7. peter
    20. Mai 2008 um 12:21

    Welch ein Chaos! Und ich dachte, Paul schreibt mal kurz eine philosophisch-konstruktive Lösung hin und alles wird gut. Aber jetzt fehlt nur noch Frau Netzinger und ich krieg nen Kreischkrampf.

  8. F.N.
    20. Mai 2008 um 12:23

    Huhu, ich bin’s!

  9. paul
    20. Mai 2008 um 12:44

    Peter: Reiß‘ Dich zusammen!

    juf: Schönen Dank für die Liste. Aber wo ist das Nichts? Oder soll das Nichtvorhandensein von Nichts die ironische Brechung darstellen? Übrigens: Wim Thoelke gab es tatsächlich.

    Uli: Das ist kein Beweis.

    F.N.: Frau Netzinger?

  10. paul
    20. Mai 2008 um 12:47

    Wim Thoelke ist übrigens ein schönes Stichwort und passt gut hierher. Ich kann mich noch gut an die erste Sendung von „Drei mal Neun“ erinnern, bei der alle Kandidaten leer ausgingen, und die daraufhin als „Drei mal Null“ verhöhnt wurde.

  11. F.N.
    20. Mai 2008 um 14:33

    Huhu! Wi geht das hir? Ist Peter da?

  12. uli
    20. Mai 2008 um 14:37

    @Paul: Was wäre denn ein Beweis?

  13. F.N.
    20. Mai 2008 um 14:38

    Huhu! Wer sint den Sie?

  14. juf
    20. Mai 2008 um 15:56

    Wim Thoelke war auch das moderierende Nichts

  15. uli
    20. Mai 2008 um 17:43

    Hieß der Moderator nicht Wum? Und die Assistenten Wendelin und Walter Spahrbier?

  16. paul
    20. Mai 2008 um 17:48

    Walter Spahrbier war der Postbote, der immer in historischen Postuniformen auftrat.
    Ein Beweis – oder zumindest etwas, was diesem nahekäme – wäre, wenn Du (oder spricht man seinen Schöpfer mit „Sie“ an?) zum Beispiel kommentieren würdest, was ich als nächstes schreiben werde.

  17. F.N.
    20. Mai 2008 um 17:52

    Huhu! Als nägstes schreipt Peter.

  18. peter
    20. Mai 2008 um 17:52

    Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!
    Frau Netzinger? Sind Sie das? Jetzt sagen Sie doch mal!

  19. paul
    20. Mai 2008 um 17:53

    @Uli: So gilt das aber nicht.

  20. uli
    20. Mai 2008 um 17:53

    @Paul: Ich habe gar nichts gemacht.

  21. F.N.
    20. Mai 2008 um 21:26

    Huhu?

  22. Christoph Kratistos
    20. Mai 2008 um 23:59

    Sind Uli und ich eigentlich nur bei juf eine Person oder jetzt auch hier?
    Ich bekomme Kopfschmerzen.

  23. uli
    21. Mai 2008 um 08:29

    Ok, ich sage jetzt: Der nächste Beitrag kommt von Peter und er wird Hegel zitieren.

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