
Paul

Paul
Ein Zitat, das wir seltsamerweise noch nicht hatten.
„Der Mensch ist das Sein, durch das das Nichts in die Welt kommt.“
Das ist eine zentrale Aussage Jean Paul Sartres in seinem 1943 verfassten Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“. Darin vertritt er die These, dass der Mensch zur absoluten Freiheit verurteilt ist: Er besitzt kein vorgegebenes Wesen oder Schicksal, sondern definiert sich allein durch seine Handlungen und Entscheidungen. Sartre prägt den Begriff der „Existenz vor der Essenz“ – der Mensch existiert zuerst und formt sein Wesen erst im Laufe seines Lebens, was ihn in eine radikale Verantwortung für sich selbst und seine Welt wirft. Diese Freiheit führt jedoch zu Angst und Verzweiflung, da der Mensch keine äußeren Werte oder Gott als Orientierung hat und sich ständig dem Nichts und der Absurdität der Existenz stellen muss.
[Paul] (der froh ist, dass Sartre nicht Jean Peter Sartre heißt, und der sich beim Rabenkalender für die Inspiration vom 16. Januar 2026 bedankt)