Koin Fatz

In der regelmäßig in der Südwestpresse erscheinenden Kolumne „Schwäbisch auf Anfrage“ erklärt Henning Petershagen schwäbische Begriffe. Am 29.12.2012 hieß es unter der Überschrift „Bis auf den letzten Fatz“ unter anderem: „(…) Genauer gesagt ist es die Feststellung des Fehlens einer Menge: „Der hat koin Fatz g’schafft“. So lautet der Superlativ von „Der hat nix g’schafft“. Unter Sprachpuristen gilt er als unmöglich, da „nichts“ nicht zu steigern sei. Ist es aber doch: mit koin Fatz. (…)“ Reutlinger Nachrichten 29.12.2012

[Paul]

P. Hase

Ein wahrer Meister des Nichts stammt aus Wuppertal a.d. Wupper. Seine 78 Jahre merkt man den Werken von P. Hase – so heißt der Künstler – nicht an. Im Gegenteil: Frische Konzeptkunst vom Feinsten breitet sich auf der minimalistisch angelegten Internetpräsentation des unfassbar unbekannten Künstlers aus. Ein Beispiel mag das illustrieren:

Kunst von P. Hase

Ich schwanke noch, ob diese famose Seite nicht in unsere Blogroll gehört, obwohl sie nicht Nichts im Titel hat. Aber immerhin heißt es dort:

nicht, dass es sich bei seinen werken um besonders geschwätzige kunst handeln würde, viel mehr als nichts gab es bisher nicht zu sehen.

Meinungen dazu?

[Peter]

Nichtsblogs (4)

Auch bei diesem Blog führt der Titel in die Irre. Wer nach nichts sucht und hier landet, ist zunächst freudig erregt: „… ach, nichts“, tönt es aus dem Header und verspricht Aufregendes aus der Welt des Nichts.

Ach nichts

Was der Nichtssucher jedoch nicht findet, ist Nichts, sondern das stinknormale Blog eines Journalisten und Grafikers: Engagiert, sachkundig und prägnant geschrieben, prächtig fotografiert. Wo bitteschön ist da das Nichts?
Auf Nachfrage erfährt man, „die Kopfzeile soll lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich nicht den Anspruch hege, mit meinen Texten die Welt zu bewegen“ und denkt sich: „Hm, ist ja sympathisch, aber – verflixt und zugenäht! – da muss doch trotzdem nichts dran sein!“

Und siehe da – auch hier findet der vife Rechercheur am Ende nichts: Eine Fotoserie mit dem Titel „Nothing at all“ und eine andere namens „Nixpix„. Was soll man dazu sagen?

… ach, nichts.

[Peter]