Wir sind nichts.

Wenn ich manchem Kommentator glauben darf, gibt es uns wirklich.

Wenn ich Peter richtig verstehe, zweifelt er daran. Und hat gute Argumente dafür.

Wenn ich dem Dia-Blog glaube, dann gibt es Peter und mich gar nicht. Ich wurde erfunden als Figur in einem Buch und existiere nur im Denken und Handeln eines anderen, heiße er jetzt Eder oder Brenner. Selbst diese Zeilen schreibe ich nicht selber, sondern jemand anderes tut es für mich.

Diese Vorstellung ist zutiefst deprimierend und führt einen zu den letzten Winkeln von Philosophie und Religion

Auf der anderen Seite hat das Leben als literarische Figur auch Vorteile:
– Unangenehme Dinge können rückgängig gemacht werden.
– Man kann berühmte Leute treffen. Gerade eben zum Beispiel, hier im Internetcafé, habe ich Hans Meiser kennen gelernt, obwohl der schon seit 50 Jahren tot ist – nur weil mein Autor sich dies ausdachte. [Ok, eigentlich wollte ich weder diesen noch den anderen Hans Meiser kennenlernen. Aber das kann ja auch rückgängig gemacht werden:] Ich habe Hans Meiser gar nicht kennengelernt. Das habe ich nur geträumt. [Siehst Du?]
– Man kann selbst berühmt werden. Wie die Brüder Karamasow, Karl Rossmann oder Kara Ben Nemsi.
– Man ist unsterblich.
– Man kann fliegen.

Das Unangenehme daran ist natürlich, dass man all dies naturgemäß nicht selbst bestimmen kann. Gott [sic!] sei Dank entwickeln erdachte Figuren oftmals ein Eigenleben. Eine reizvolle Vorstellung. Und eine Herausforderung.

Aber letztlich ist es doch eine Glaubensfrage, die hier verhandelt wird: Gibt es meinen Schöpfer wirklich?

Ein Gottesbeweis wäre einfach.

23 Gedanken zu „Wir sind nichts.

  1. Habe übrigens auch eine Liste für Nichts beizutragen: 10 Songs, in denen nicht Nichts vorkommt:

    Candle in the wind
    It`s raining again
    Der Kommissar
    I bin a bayrisches Cowgirl
    Gestern war heute noch morgen
    Bauernball imHühnerstall
    Wenn der Mond die Sonne berührt
    Anita
    Michelle
    Klaus

    Kriege ich jetzt `nen Preis für die ironische Brechung?

  2. Juf – geh aus der Leitung! Hier wird’s grad moral-philosophisch. Das ist nichts für dich!

  3. Welch ein Chaos! Und ich dachte, Paul schreibt mal kurz eine philosophisch-konstruktive Lösung hin und alles wird gut. Aber jetzt fehlt nur noch Frau Netzinger und ich krieg nen Kreischkrampf.

  4. Peter: Reiß‘ Dich zusammen!

    juf: Schönen Dank für die Liste. Aber wo ist das Nichts? Oder soll das Nichtvorhandensein von Nichts die ironische Brechung darstellen? Übrigens: Wim Thoelke gab es tatsächlich.

    Uli: Das ist kein Beweis.

    F.N.: Frau Netzinger?

  5. Wim Thoelke ist übrigens ein schönes Stichwort und passt gut hierher. Ich kann mich noch gut an die erste Sendung von „Drei mal Neun“ erinnern, bei der alle Kandidaten leer ausgingen, und die daraufhin als „Drei mal Null“ verhöhnt wurde.

  6. Hieß der Moderator nicht Wum? Und die Assistenten Wendelin und Walter Spahrbier?

  7. Walter Spahrbier war der Postbote, der immer in historischen Postuniformen auftrat.
    Ein Beweis – oder zumindest etwas, was diesem nahekäme – wäre, wenn Du (oder spricht man seinen Schöpfer mit „Sie“ an?) zum Beispiel kommentieren würdest, was ich als nächstes schreiben werde.

  8. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!
    Frau Netzinger? Sind Sie das? Jetzt sagen Sie doch mal!

  9. Ok, ich sage jetzt: Der nächste Beitrag kommt von Peter und er wird Hegel zitieren.

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