Da wächst nichts.

“Da wächst doch nichts.”
“Natürlich wächst da was.”
“Niemals.”
“Sehr wohl.”
“Quatsch.”
“Aber sicher.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”
“Doch.”
“Nein.”

Meanwhile …

Quelle: SÜDWEST PRESSE vom 19. Juni 2010, Kinderseite

Quelle: SÜDWEST PRESSE vom 19. Juni 2010, Kinderseite

[Peter]

[Schönen Dank an Helmut Bachschuster, der die Kinderseite der SÜDWEST PRESSE aufmerksam gelesen hat, in der es um Nichts ging.]

alleinr

“Entspannen Sie sich. Hier müssen Sie nichts tun. Sie melden sich nicht an, Sie laden nichts hoch, Sie kommentieren nicht, Sie knüpfen keine Kontakte. Niemand beobachtet, was Sie tun.”
Endlich gibt es ein Portal für Facebockige, Twitterophobe und andere Sozialenetzeverweigerer:

alleinrlogo


Danke.

[Paul]
(der dort sofort Mitglied wurde)

Nichts-Zitate (15)

Den Nachgeborenen

Ich gestehe es:
Ich habe keine Hoffnung.
Die Blinden reden von einem Ausweg.
Ich sehe.

Wenn die Irrtümer verbraucht sind
Sitzt als letzter Gesellschafter
Uns das Nichts gegenüber.

Bertolt Brecht

[Paul]

Eilmeldung

Vor wenigen Stunden ist Niemand Weiteres zurückgetreten. Dabei ist gar nichts passiert. Alle aufregenden Details sind beim rücktrittserfahrenen Jonas Schaible zu erfahren.

Nichts dahinter

Auf eine besonders eigenwillige Variante der Altbausanierung wurden wir unlängst bei Klaus aufmerksam: Nur eine dekorative Fassade blieb von diesem Kufsteiner Haus erhalten, aber nichts mehr dahinter.

sanierung2

Einmal sensibilisiert für derlei Potemkinsche Traditionspflege, mussten wir allerdings feststellen, dass dies keine Tiroler Spezialität ist, nein: in Norddeutschland kann man das auch.

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Vielen Dank an Klaus für die Erlaubnis, sein Foto zu verwenden!

[Peter]

Auf ein Nichts reduziert

Auch vor dem Fußball macht nichts halt. Während die einen (so auch ich) froh sind, dass das nächtliche Gehupe und die Dauerbelagerung der Medien durch den WM-Fußball nun demnächst wieder der Vergangenheit angehören, trauern die anderen dem verloren gegangenen Halbfinale nach. Zumindest die deutsche Seite. Spanische Medien hingegen bemühen Größenvergleiche und Nichtsassoziationen, um die historische Dimension “ihres” Sieges zu unterstreichen. “El Mundo” etwa schreibt:

Das Land hat ein Ticket in die Ewigkeit gelöst. Die Nationalelf hat wie noch nie gespielt und wie nie zuvor gewonnen. Die spanischen Spieler sind klein, aber was sie für ihr Land geleistet haben, ist die große Metapher einer Utopie. Deutschland, den Giganten der Vergangenheit, haben sie auf ein Nichts reduziert.”

[Paul]

[Dank an Stephan für den Tipp!]

Nichts los bei Twitter

feelfuntweet

[Paul]

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Hier gibt es nichts zu sehen: from Spreeblick on Vimeo.

(via Spreeblick)

[Peter]

Deuce

Treffen im Tennis zwei gleichstarke Gegner aufeinander, kommt es nach 2:2 Sätzen und 6:6 Spielen im fünften Satz zum Tie-Break. Dann wird das Spiel quasi auf Null gesetzt und wer als erster zwei Punkte Vorsprung herausspielt, hat gewonnen. Was vorher war, gilt praktisch nichts. Und bei jedem Einstand (“Deuce”) steht jeder Spieler wieder vor diesem Nichts.

Einen Riesenhaufen Nichts erlebten gestern der Franzose Nicolas Mahut und der Amerikaner John Isner, die in der ersten Runde im Turnier von Wimbledon über zehn Stunden spielten, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Das Spiel wurde daher beim Tie-Break-Stand von 59:59 wegen der einbrechenden Dunkelheit unterbrochen.

wimbledon

Damit haben Sie den bisherigen Rekord in einem Grand-Slam-Turnier weit hinter sich gelassen und haben bereits jetzt ihren Platz in den Sportgeschichtsbüchern sicher, denn nebenbei wurden noch weitere Rekorde gebrochen. Heute nachmittag geht’s weiter.

[Peter]

Nicht(s-)Literatur

Nicht einmal die imaginäre Literatur kommt ohne das den Topos des Nichts aus:

He, ich kannte dieses Buch sogar, wenn auch nur oberflächlich! Es handelte sich um Nichts von Bedeutung von Orkos von Dannen, das Zentralwerk des Gralsunder Egalismus. [...] Es ist völlig gleichgültig, ob Sie dieses Buch lesen oder nicht, war der erste Satz, der mich jedesmal davon abgehalten hatte, mit der Lektüre fortzufahren.

Und auch dieses Mal kommt Hildegunst von Mythenmetz, der Ich-Erzähler in Walter Moers’ Stadt der Träumenden Bücher, über den ersten Satz nicht hinaus. Was sehr bedauerlich ist, denn als Metaleser hätte ich ihm gern noch ein wenig beim Blättern über die Schulter geschaut.

[Paul]

Facebook

Etwas widersprüchlich präsentiert sich die Facebookgruppe “Horst Köhler-Rücktritt - ich find’s eigentlich ganz okay”, denn ganz offensichtlich haben die Menschen, die sich als dieser Gruppe zugehörig markieren, mindestens genau dieses gemeinsam: Den Rücktritt Köhlers okay zu finden.

fb-koehler

Auf der anderen Seite ist es vermutlich bei vielen Facebook-Gruppen so, dass das einzig verbindende Element zwischen den Gruppenmitgliedern ausschließlich die Gruppe selbst ist. So nehmen wir die Aussage “Wir sind eine Gruppe von mehreren Menschen, die eines gemeinsam haben: Nichts!” als facebookkritisches Ausrufezeichen - und werden selbst Mitglied.

[Peter]

Tempelhof

Ich bin seit der Öffnung viele Male dort gewesen. Was mich dann erwartete, hat mich überwältigt. Das Erstaunlichste für mich war – ich habe etwas Zeit gebraucht, um das zu begreifen – dass es auf dem Platz Nichts gibt. Man durchschreitet die Gatter zum Flugfeld und fühlt sich auf einen Schlag frei.

Felix Moniac auf Spreeblick über den Tempelhofer Park.

[Peter]

Nichts zu lesen (3)

“Nichts und wieder nichts”, Antje Damm, 96 Seiten, Moritz-Verlag, 14,90 Euro

indexphp_2001“Das Nichts ist ein faszinierendes Etwas. Man kann es haben und verteilen, aber kann man es auch denken, sehen, hören? Antje Damm macht das Nichts für Kinder begreiflich.”

Aha, denke ich. Das klingt doch bekannt. Dann weiter im Pressetext dies:

“Sind wir nichts, bevor wir auf die Welt kommen? Ist das Nichts vielleicht ein Loch? Wohin geht die Reise ins Nichts? Fragen dieser Art stellt Antje Damm in ihrem neuen Buch und nimmt Kinder damit absolut ernst. Ihre Mischung aus knappsten Sätzen und oftmals verblüffenden Bildern regt Kinder unmittelbar zu eigenem Nachdenken an, denn auf solche Weise zu philosophieren macht Spaß! Und nebenbei erfährt man von Komponisten, die ein ganzes Orchester 4 Minuten und 33 Sekunden lang nichts spielen lassen oder Künstlern, die das Nichts zu malen versuchten. Und wer sagte noch: Ich weiß, dass ich nichts weiß?

Mein lieber Scholli, guter Peter, ein Descha-Wü, oder wie auch immer man das schreibt, überkommt mich. Mit Ausnahme der Kinderbuchausrichtung wird hier doch unser Nachsinnen über das “Nichts” dupliziert - ich möchte ungerne das Wort “kopiert” oder gar “plagiiert” in die Tastatur hämmern. Auf Doppelseiten werden Bilder und Grafiken letzten Fragen gegenübergestellt, wie du unschwer hier erkennen kannst. Sag an darf die Frau Damm das?

[Paul]

Eloquenter Schreibstil

Solche Post von Behörden oder Unternehmen wünsche ich mir. Keine verquere Amtssprache, kein inhaltsleeres Marketinggeblubber, keine Verständigungsprobleme. Nur blanke Leere.

Bestätigung einer Abokündigung

Danke, IDG Business Leserservice.

[Peter]

Nicht nix. Nix.

Bekanntlich kann man als nichtswürdiger Erziehungsberechtigter nicht früh genug damit anfangen, Kinder an die Nickligkeiten des Nichtswesens heranzuführen. Ganz unterhaltsam gelingt das zum Beispiel mit “Verflixt – ein Nix” von Kirsten Boie. Zwar geht es darin nicht um das Nix, sondern um den Nix, einen Seejungmann nämlich, aber das Wortspiel Nix / nix wird durchaus genüsslich ausgeschlachtet. Hübsches Sprachakrobatik-Training für die lieben Kleinen im Vorlese-/Erstlesealter, und wie sich das für gute Kinderbücher gehört, gibt es auch für die Großen über Nix was zu lachen.

[Paul]

Nichts zu feiern

Auf Facebook gibt es Nichts zu feiern.

facebook_nichts

[Peter]

Jüdischer Witz

Jom Kippur in der Synagoge. Der Kantor sendet ein persönliches Gebet gen Himmel:
“Lieber Gott, Herr über Himmel und Erde, ich bin ein Nichts, ein Nichts!”
Als er das hörte, sprach auch der Rabbiner ein ähnliches Gebet:
“Oh Herr, ich bin ein Nichts, noch weniger als ein Nichts.”
Eine dritte Stimme aus den hinteren Reihen erhob sich. Sie gehörte dem Schammes, dem Synagogendiener. Laut schrie er auf:
“Auch ich bin ein Nichts, oh Herr, ein Nichts!”
Darauf flüstert der Rabbiner naserümpfend zum Kantor:
“Schau mal, wer sich heutzutage schon für ein Nichts hält.”

[Paul]

[Quelle: ZEITmagazin Nr. 14 vom 31.3.2010. Danke an Stephan für den Hinweis]

Internetende

Vor Kolumbus fragte die Menschheit sich, was wohl am Ende der Welt sei.

Heute fragen wir uns: Was kommt am Ende vom Internet? Ist es am Ende auch eine Kugel und wir drehen uns die ganze Zeit um uns selbst? Oder kommt vielleicht endlich: Nichts? Nicht ganz. Aber fast.

[Paul]

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Schön sind auch die Bewertungen des Produkts.

[Peter via Nerdcore]

35 Jahre im Knast - für nichts

“Alle zwei Wochen kommt derzeit ein Justizopfer frei. Manche waren sogar zum Tode verurteilt. Aber keiner saß so lange wie James Bain.”

[Peter via piranhase]