Monatsarchiv für Juni 2008

 
 

Nichts-Zitate (7)

Wilhelm IX. von AquitanienWas wäre das Nichtsblog ohne seine weltweit operierenden Rechercheure? – Eben. Christoph Kratistos, der eifrigste unter ihnen, trägt uns nicht nur Weisheiten seiner Vorfahren und Interviews mit und aus dem Nichts zu; dieser Indiana Jones unter den Nichts-Ausgräbern denkt auch bei seiner Bettlektüre an Nichts: „Im großartigen Buch ‚Die Wohlgesinnten‘ von Jonathan Littell (in Frankreich bejubelt, hier von der Kritik zerrissen) wird Wilhelm IX von Aquitanien erwähnt und ein absurdes, aber dennoch berührendes Lied zitiert“, schreibt er über das großartige Fundstück, das wir der Weltöffentlichkeit nun nicht länger vorenthalten können und wollen:

Ich will ein Vers aus reinem Nichts machen:
Nicht über mich noch über andere,
Nicht über die Liebe noch über die Jugend,
noch über etwas anderes.

Das ganze Lied gibt’s ebenso im Internet wie alles über Wilhelm IX. und die Trobadordichtung. Bildrechte gibt es auch.

[Paul]

Beweise

Mein zugegebenermaßen etwas verspätetes Eintreffen beim so genannten „Nichtsabend“, der angeblich ein großer Erfolg gewesen sein soll, hat, wenn schon nicht blaue Flecke bei den diebsgesindeligen Autoren des schamlosen Klaubuches „Fast nichts über das Nichts“, so doch einen anderen Erfolg gezeitigt: Vor Ort fiel mir Tags darauf schriftliches Beweismaterial in die Hände. Erstes Fundstück: Ein von den Halunken in nachgeäffter Rockstarmanier an die Lautsprecherboxen geklebtes Ablaufprogramm.

Programmzettel

Was aus dem von mir sichergestellten Fund glasklar hervorgeht: Sie bleiben nicht nur bei ihrer Behauptung, uns gäbe es nicht und das Buch sei von Ihnen verfasst, nein, sie stellen jetzt auch noch dieses, unser Weblog als das ihre dar.

Da hört sich doch alles auf!

[Peter]

Nichts gesehen

nichtssehen1.jpg
Ich weiß nicht, weshalb sich dieser Mensch hier so aufregt. Da kriegt er schon mal statt einer schnöden Halbfinals-Kickerei das NICHTS zu sehen und möchte auch noch, dass ihm dieser außerordentlich seltene Anblick noch durch Reportergequatsche vermiest wird. Diese sich viral verbreitende Undankbarkeit finde ich nicht sehr schön.

[Peter]

Aethicus

Aethicus ist der Name des fiktiven Verfassers einer antiken Reisebeschreibung, die nicht erhalten ist und offenbar nie existiert hat.

Küchenlatein


Faszinierend.

[Paul]

Schon wieder!

Die Halunken vom Dia-Blog erdreisten sich erneut, mit unseren Briefen hausieren zu gehen. Diesmal wollen Sie in einem heruntergekommenen Tübinger Club ihre Bücher verkaufen, deren Text sie bei uns gestohlen haben. Ich werde dem Treiben ein Ende setzen, dort aufkreuzen und den feinen Herren und ihrem nichtsnutzigen Publikum den Abend so richtig versalzen. Dann werden sie schon sehen, dass es uns wirklich gibt!

Paul: Kommst du mit? Und hast du (evtl. auch antike) Handfeuerwaffen, kompakte Folterinstrumente oder wenigstens eine Trillerpfeife zur Hand?

[Peter]

Nichts im Bild (1)

Wann werden Wünsche wirklich wahr? Manchmal ganz hurtig: Kaum hat Peter sich die Ablichtung des Nichts gewünscht und unser letzter Nichtsblog-Gast versprochen, sich darum zu kümmern, schon ist es da, das Bild von Nichts:

There Used To Be Something (1)
Originalbild von _dix_ (Lizenz: creative commons)

Das bringt mich zu einer Frage, die mir überraschenderweise noch nie in den Sinn kam: Ist Nichts schlicht die Abwesenheit von etwas? Nicht etwa das Negativum von Etwas – vergleichbar mit Antimaterie -, sondern vielmehr das Nichtvorhandensein nach vorherigem Vorhandensein? So könnte an dieser Stelle, wie der Fotograf vermutet, eine private Kleinanzeige gehangen haben, vielleicht aber auch nur die Ecke eines riesigen Plakates oder gar der Klebetropfen einer papiernen Parallelwelt. Ich bin beeindruckt und wünsche mir weitere Bilder, die mich solches denken lassen könnten.

[Paul]

PS: Klingt „_dix_“ nicht wunderbar nach „Pics“ und „Nix“?
PPS: Ich ernenne _dix_ aka Christian Wöhrl hiermit zu unserem Haus- und Hoffotografen und ermächtige Peter dazu, ein entsprechendes Banner zu kreieren. Leider weiß ich nur, dass es sowas gibt, nicht hingegen, wie es herzustellen ist.

Nichts-Zitate (6)

Von hinten kam: nichts. Über rechts kam: nichts. Über links kam: nichts.

Frédéric Valin
in der Analyse des EM-Spiels Rumänien-Frankreich

Weltweit nichts (3)

Nüüß
Nüüß eßß en Aachen, Heinsbersch, en Jlatbach un anderswo dat, wo de Kölsche un de Düsseldorwer nix saaren. Dat is akurat et jejndeejl vun Allet. Ejal wat och mer hät, wemmer davun allet fottnimmpt, dann hät mer akurat nüüß övverich.

Jaanix hüert sich aan, wi wenn et en besönders nix wöör, ävver winnijer wie nüüß jidd_et nit, allso eß jaanüüß schlijj_un äijnfarr_et sellve wie nüüß. Do kannß_De nix maache.

Das war ripuarisch.

[Paul]

Nichts schreien

Bei 4 Minuten etwa fängt dieser Kerl hier im Video sage und schreibe 36 Mal „Nothing“ zu schreien. Ist das eigentlich noch normal?

[Peter]

Nichtsblogs (4)

Auch bei diesem Blog führt der Titel in die Irre. Wer nach nichts sucht und hier landet, ist zunächst freudig erregt: „… ach, nichts“, tönt es aus dem Header und verspricht Aufregendes aus der Welt des Nichts.

Ach nichts

Was der Nichtssucher jedoch nicht findet, ist Nichts, sondern das stinknormale Blog eines Journalisten und Grafikers: Engagiert, sachkundig und prägnant geschrieben, prächtig fotografiert. Wo bitteschön ist da das Nichts?
Auf Nachfrage erfährt man, „die Kopfzeile soll lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich nicht den Anspruch hege, mit meinen Texten die Welt zu bewegen“ und denkt sich: „Hm, ist ja sympathisch, aber – verflixt und zugenäht! – da muss doch trotzdem nichts dran sein!“

Und siehe da – auch hier findet der vife Rechercheur am Ende nichts: Eine Fotoserie mit dem Titel „Nothing at all“ und eine andere namens „Nixpix„. Was soll man dazu sagen?

… ach, nichts.

[Peter]

Wikipedia-Artikel, aus denen nichts wurde (1)

Wikipedia - Wolfgang Reumueller

[Peter]